Kooperation - St. Petersburg - Hamburg - Exkursion Tag 3


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15 Uhr. Offizielles Programm: Die Gedenkstätte Piskarevskoe

Mittwoch Nachmittag, 28.05.2014

Die Belagerung und Einschließung der Stadt Leningrad, jetzt St. Petersburg, durch die deutschen Truppen mit dem Ziel, die Leningrader Bevölkerung systematisch verhungern zu lassen, war eines der eklatantesten Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht.

Die Schätzungen gehen von etwa 1,1 Millionen zivilen Bewohnern der Stadt aus, die infolge der Blockade ihr Leben verloren. Der Massentod durch Verhungern wurde von den Deutschen gezielt herbeigeführt und ist in diesem Ausmaß weltweit beispiellos. Die Gedenkstätte Piskarevskoe wurde 1960 zum 15. Gedenktag des Sieges der UDSSR errichtet. In schlichten Massengräbern, auf denen nur die jeweilige Jahreszahl steht, sind knapp 500.000 Leningrader beigesetzt.

Alle sind von 1941 bis 1944 während der Blockade ums Leben gekommen. Die riesige Statue der "Mutter Heimat" steht am Ende der Allee, die trägt die Inschrift "Keiner ist vergessen und nichts ist vergessen" von Olga Bergholz. Über die vielen Lautsprecher wird gedämpfte Trauermusik eingespielt, der Dauerregen intensiviert die bedrückende Stimmung.

Nach 2-3 Stunden Fahrzeit mit fast durchgängigem Stau sind wir zurück am Newski Prospekt und damit an unserem Hotel. Alle sind durchnässt und frieren. Reiner Beyer bereitet mit Vera Rashich den morgigen offiziellen Termin vor.

Es regnet weiterhin und Vera Rashich begleitet uns bei dem Kulturprogramm. Sie ist immer an unserer Seite und führt uns durch ihre Stadt.

Nächste Station: Die Externer Link Auferstehungskirche am Externer Link Gribojedow-Kanal. Diese Kirche ist das einzige Gebäude in der Petersburger Innenstadt, das sich nicht an den italienischen und klassizistischen westlichen Baustilen orientiert, und so fällt sie entsprechend auf. Erbaut wurde sie von 1883 bis 1912 an der Stelle, an der Alexander II. einem Attentat zum Opfer fiel.

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Erlöserkirche
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Mosaike
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Modell
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Mosaike

Sie wird aufgrund ihrer blutigen Vorgeschichte im Volksmund auch die "Erlöserkirche auf dem Blutauf dem Blut" genannt. Seit einigen Jahren ist sie wieder zugänglich und gleicht eher einem Museum als einer Kirche mit ihren prächtigen Mosaikbildern.

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Gedenkschrein
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Christusbild
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Kronleuchter
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Mosaike

Anschließend folgte eine dringend erforderliche Aufwärmpause mit Frau Rashich im Externer Link Singer Caféhaus. Das Jugendstilhaus steht gegenüber der Externer Link Kasaner Kathedrale und ist ein Blickfang.

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Caféhaus Singer
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Glaskuppel
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Glaskuppel
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Serviette im Café

Es wurde von Pawel J. Sjusor 1902 - 1904 für die Nähmaschinenfabrik gebaut. Die glockenförmige Glaskuppel wird durch einen von Nymphen gehaltenen Globus gekrönt. Heute residiert die größte Buchhandlung der Stadt dort. Vom Café im ersten Stock aus hat man einen schönen Blick auf die Kasaner Kathedrale. Das Café mit dem historischen Profil serviert Kuchen und Café für ca. 10 Euro im gehobenen Niveau.

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Admiralität
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Eremitage
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Schild
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Eremitage

Am Mittwoch ist die Externer Link Eremitage bis 21 Uhr geöffnet. Das ist unsere Chance. Für den Kunstliebhaber bietet die Eremitage alles, was das Herz begehrt: besondere Maschinen, Skulpturen und natürlich Gemälde. Liebhaber von Meistern wie Rembrandt, Rubens, Matisse und Paul Gauguin kommen hier auf ihre Kosten. Ausgestellt sind hier auch zwei Werke von Leonardo da Vinci sowie 31 Gemälde von Pablo Picasso.

Die Eremitage gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein besonderes Stück in der Sammlung ist die Externer Link Pfauenuhr (englisch Peacock Clock). Sie ist ein von dem Unternehmer James Cox in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gefertigter Automat, den Katharina die Große um 1781 erstanden hat. Da aber der empfindliche Mechanismus geschont wird, ist der Pfau in voller Schönheit, also mit dem geschlagenen Rad, nur auf dem Bildschirm zu bewundern.


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